01Was ist GEO, und was unterscheidet es von SEO?
GEO steht für Generative Engine Optimization. Gemeint ist alles, was dafür sorgt, dass KI-Systeme wie ChatGPT, Gemini, Perplexity, Claude oder Google AI Mode Ihr Unternehmen kennen, richtig beschreiben und empfehlen. SEO zielt auf einen Platz in der Ergebnisliste, GEO auf einen Platz in der Antwort.
LLM-Optimierung (LLMO), AEO (Answer Engine Optimization) und AI SEO meinen im Kern dasselbe. GEO ersetzt SEO dabei nicht. Für aktuelle Antworten durchsuchen KI-Systeme das Netz, und was bei Google und Bing gut gefunden wird, hat auch in KI-Antworten bessere Chancen. GEO baut auf diesem Fundament auf.
02Wie viele Menschen suchen schon mit KI?
Mehr, als die meisten Unternehmen vermuten. ChatGPT hat laut OpenAI über eine Milliarde Nutzer pro Woche, Anfang 2025 waren es 400 Millionen. In Deutschland nutzen laut Bitkom 58 Prozent der Menschen ab 16 Jahren KI, ein Drittel mindestens einmal pro Woche. Bei den 16- bis 29-Jährigen sind es 29 Prozent sogar täglich. 71 Prozent der KI-Nutzer verwenden ChatGPT, 50 Prozent Gemini und 43 Prozent Copilot.
Dazu kommt Google selbst. Laut SISTRIX erscheint bei rund jeder fünften Suche in Deutschland eine KI-Übersicht über den Ergebnissen. Steht sie da, sinkt die Klickrate auf Platz 1 von 27 auf 11 Prozent. Ein Teil der Suche ist also längst KI-Suche, auch wenn sie bei Google stattfindet.
03Wie entscheidet ChatGPT, welche Unternehmen es empfiehlt?
Ein Sprachmodell antwortet aus dem, was es im Training gelernt hat, und bei vielen Fragen zusätzlich aus einer Suche im Netz. Bei Empfehlungen mit Ortsbezug und bei aktuellen Fragen überwiegt die Suche. Dann liest die KI Websites, Verzeichnisse, Bewertungsportale und Artikel und fasst zusammen, was sich deckt.
Drei Dinge geben den Ausschlag. Erstens Inhalte, die eine konkrete Frage direkt beantworten, statt nur Leistungen aufzuzählen. Zweitens Bestätigung von außen, also Erwähnungen, Bewertungen und Einträge auf Seiten, denen die KI vertraut. Drittens Eindeutigkeit, denn Name, Adresse, Leistungen und Zahlen müssen überall gleich lauten. Widersprechen sich die Quellen, nennt die KI lieber jemand anderen. Oder sie füllt die Lücke mit Vermutungen.
04Was sind ChatGPT Ads, und wie funktionieren sie?
ChatGPT Ads sind Anzeigen direkt in ChatGPT. Seit August 2026 laufen sie auch in Deutschland, Unternehmen buchen sie selbst im Ads Manager von OpenAI. Die Anzeige steht als gesponsert gekennzeichnet unter der Antwort und passt zum Thema der Unterhaltung. Laut OpenAI beeinflusst sie die Antwort nicht, und Werbetreibende sehen keine Chats.
Ausgespielt wird an Nutzer der kostenlosen Version und des Go-Tarifs, also an die große Mehrheit. Plus, Pro und Unternehmenskonten bleiben werbefrei. Im Europäischen Wirtschaftsraum gibt es vorerst keine personalisierten Anzeigen, entscheidend sind Gesprächsthema und Region. Abgerechnet wird nach Einblendungen oder Klicks. Mit Pixel und Conversions-API lässt sich messen, welche Anzeige zu einer Anfrage oder einem Kauf geführt hat.
05Für wen lohnen sich ChatGPT Ads, und für wen noch nicht?
Gut passen sie, wenn Ihre Kunden vor dem Kauf Fragen stellen, etwa was etwas kostet, was besser ist oder wer das in der Nähe macht. Das trifft auf viele Dienstleister zu, auf Handwerksbetriebe mit größeren Aufträgen und auf Online-Shops mit beratungsintensiven Produkten. Wer nur in seiner Region arbeitet, grenzt die Ausspielung darauf ein.
Weniger sinnvoll sind sie bei Themen, zu denen OpenAI keine Anzeigen zeigt, etwa Gesundheit oder Politik, und bei Angeboten, die vorher kaum jemand recherchiert. Weil der Kanal neu ist, starten wir mit einem überschaubaren Testbudget und klaren Zielen. Nach einigen Wochen zeigen die Zahlen, ob sich mehr lohnt. Und wenn nicht, sagen wir das.
06Wie misst man, ob ein Unternehmen in KI-Antworten vorkommt?
Mit einem festen Satz an Fragen, die Ihre Kunden stellen. Wir stellen sie regelmäßig in ChatGPT, Gemini, Perplexity und Google AI Mode und halten fest, ob Sie genannt werden, an welcher Stelle, mit welcher Beschreibung und neben welchen Wettbewerbern. Weil KI-Antworten schwanken, zählt der Verlauf über viele Abfragen, nicht ein einzelner Screenshot.
Dazu kommen harte Zahlen. Besuche aus ChatGPT und Co. sind in der Webanalyse erkennbar, bei Anzeigen messen Pixel und Conversions-API, was daraus wird. Und fragen Sie neue Kunden, wie sie auf Sie gekommen sind. Nicht jede Empfehlung der KI hinterlässt einen Klick, manche enden direkt in einem Anruf.
07Wie läuft ein GEO-Projekt bei Rang Eins ab?
In vier Schritten. Zuerst analysieren wir. Wir sammeln die Fragen Ihrer Kunden, prüfen, was die KI heute über Sie sagt, und vergleichen das mit Ihrem Wettbewerb. Dann legen wir das Fundament und bereiten Technik, Unternehmensangaben und die wichtigsten Seiten so auf, dass Maschinen sie verstehen. Danach folgt der Ausbau mit neuen Inhalten, Erwähnungen auf anderen Seiten und, wo es passt, ChatGPT Ads. Und jeden Monat messen wir, wie oft Sie genannt werden und was daraus wird.
Über die Suche der KI zeigen sich erste Veränderungen oft nach wenigen Wochen. Bis ein Modell Sie aus eigenem Wissen kennt, dauert es länger, weil neue Trainingsstände nur alle paar Monate erscheinen. Anzeigen wirken ab dem ersten Tag.
08Was können Sie selbst tun, um in ChatGPT genannt zu werden?
Einiges, und zwar sofort. Fragen Sie ChatGPT, Gemini und Perplexity, wen sie in Ihrer Branche und Region empfehlen und was sie über Ihr Unternehmen wissen. Prüfen Sie, ob Name, Adresse, Telefonnummer und Leistungen überall gleich lauten. Bitten Sie zufriedene Kunden um Bewertungen, in denen steht, was Sie für sie getan haben. Und beantworten Sie auf Ihrer Website die zehn Fragen, die Sie im Kundengespräch am häufigsten hören, jeweils mit der Antwort im ersten Satz.
Was Zeit kostet, ist der Rest. Die Technik, die Erwähnungen auf fremden Seiten, die laufende Messung und die Anzeigen. Dafür gibt es uns.